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Knaack-Club von Schließung bedroht

Knaack Klub

Wie ich heute in der Zeitung lesen musste, ist der Knaack-Club, eine Berliner Institution seit 1952, von der Schließung bedroht. Grund: Neue Eigentumswohnungen, die im Hinterhof errichtet wurden.

Es stimmt schon sehr traurig, dass wegen rücksichtsloser Investoren wieder ein Stück Berliner Kultur vernichtet werden soll: Stichwort Gentrifizierung. Es ist doch bekannt, dass dort der Knaack-Klub schon immer war und auch Lärm macht.

Wie blöd muss man eigentlich sein, sich dort eine Wohnung zu kaufen. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass die Investoren die Käufer damit beruhigt haben, man werde das Problem schon lösen und auch die Kosten für entstehende Verfahren übernimmt oder verrechnet.

Im Knaack Gästebuch schreibt Matti vom Knaack:

Nun ist es auch so, dass seit 2006 das Baurecht geändert wurde mit dem Ziel, das ganze zu entbürokratisieren. Das hat leider auch zur Folge dass nun nicht mehr wie früher, sämtliche Nachbarn informiert werden müssen über das Bauvorhaben. Der Fehler liegt eindeutig auf Seiten des Bauamtes das die Baugenehmigung ohne besondere Schallschutzauflagen erteilt hat. Angeblich stand die Greifswalderstr. 224 (Knaack, d. Red.) bei ihnen in den Unterlagen als reines Wohnhaus. Was verwunderlich ist, da es erstens den Knaack seit 57 Jahren an Ort und Stelle gibt und zweitens wir seit Jahren halbjährlich Besuch vom Bauamt bekommen und sie immer neue Brandschutzmaßnahmen und anderes fordern.

Drittens haben wir auch seit Jahren gegen ein Bauvorhaben auf der von uns einsichtigen Seite des Knaacks geklagt, wo der Investor vorhatte ein Altersgerechtes Betreutes Wohnprojekt zu bauen. Sprich also ein Altersheim. … Außerdem haben wir immer versucht auf die Probleme mit Nachbarn einzugehen und hier nicht nur unseren Stiefel ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen.

Des Weiteren sehen wir die neuen Nachbarn, sprich die Besitzer der Eigentumswohnungen, ebenfalls als Opfer. Bekanntlich machen Makler ihre Verkaufs- oder Vermietgespräche am Tage und nicht Nachts ab 22.00 Uhr. So dass sie von dieser Seite aus natürlich auch betrogen wurden, da sie ja sonst gar nicht erst gekauft hätten. Trotzdem kann man sich auch genauso fragen ob sie sich das Umfeld nicht angesehen haben.

…..

Die Frage ist doch wirklich die, warum kommen die Leute nach Berlin in diese so coole, pulsierende, multikulturelle Stadt, wenn sie eigentlich die Ruhe ihrer Kleinstadt wollen. Findest du diese Mentalität die sich hier breit macht gut, wo KITAS geschlossen werden, weil sich ein Anwohner über den Kinderlärm beschwert oder man begeistert aus seinem Spanienurlaub nach Hause kommt und von Nächten im Biergarten bis in die frühen Morgenstunden schwärmt, aber bitte nicht zu Hause vor meiner Tür. Mich kotzt das an!! Wenn ich nach New York fahre beschwer ich mich doch auch nicht über die Polizeisirenen die da die ganze Nacht durch die Stadt heulen. Nein, für mich gehört das zum Image dieser Stadt.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wundert sich dann noch jemand hierüber?

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