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Dieses Video hatte mich schon Ende letzten Jahres begeistert: „Wann strahlst Du?“ von Jacques Palminger, Carsten Erobique Meier und Chris Dietermann von ihrem 2009er-Album „Songs for Joy“. Für das Video hatte Hilmar Stehr Material aus dem Film „Mondo Cane“ (1962) von Paolo Cavara, Gualtiero Jacopetti und Franco Prosperi zusammen geschnitten.“Mondo“ ist ein Erwachsenen-Filmgenre aus den 60er/70er Jahren, das die Perversionen des Menschendaseins auf der ganzen Welt mit Schock-Bildern darstellen sollte, und da passen die Bilder von extrem saufenden Hamburgern auf St. Pauli natürlich genau rein. „Mondo Cane“ war übrigens einer der ersten Filme dieser Art. (Informativer Text bei Spiegel-Online: Mondo Cane: Die Geburt des Mondo-Genres)

Noch besser passen diese 50 Jahre alten, traurigen Filmaufnahmen vom Kiez allerdings zu dem Hilde Knef inspirierten Song „Wann strahlst Du?“, das Yvon Jansen singt und Barbara Stützel getextet hat. Dieses melancholische Chanson würde aber auch heute jeder exzessiven Feier gut stehen, denn Exzess bedeutet im Grunde Traurigkeit/Schmerz. Ich sehe eingefrorene Ectasy-Drogenvisagen am Morgen auf einer Elektroparty vor mir. Traurig.

„Songs For Joy“ (der dritte Teil einer Serie) war 2009 in Berlin im Maxim Gorki Theater entstanden, als Erobique und Palminger via Kleinanzeigen Sänger und Sängerinnen suchten (»Singen Sie gerne? Schreiben Sie? Schicken Sie uns Ihre Texte!«) und mit diesen Stücke einspielten und auf die Bühne – und letztendlich auf Platte – brachten. (Text zu der Veranstaltung in der Spex).

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: „Wann strahlst Du?“ ist gerade als 7″-Single auf dem Erobique-eigenen Label „Sexy“ wieder rausgekommen, auf dem ja auch die Babyman-Platten erschienen sind. Übrigens: Auch gerade neu: Die Babyman LP „Babyman 2“.

„Wann strahlst Du?“ zu bestellen bei Hanseplatte.

Foto: Soulkombinat/Steinbild (CC BY-SA 3.0)

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Die Brücke am Ostkreuz ist abgerissen

Foto: Felix Steinbild

Der Blick auf das neue Gebäude ist jetzt bald frei.

Das alte Ostkreuz ist nun bald endgültig Geschichte: Die Brücke an der Bahnhofstraße/Sonntagstraße, die man unterqueren musste,  um zu den Gleisen zu gelangen, wurde jetzt abgetragen. Eigentlich schade, denn die neue DB-Bahnhofsarchitektur (siehe Südkreuz) ist hässlich und auswechselbar.

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WeddingSoul_062016

Samstag, 11.06.2016

Wedding Soul lädt am 11.06. einen alten Bekannten auf ihre Party in die Panke ein: DJ Florian Keller aus München.

Panke
Gerichtstraße 23
13347 Berlin

mixcloud.com/floriankeller/
party-keller.net/

Wedding Soul schreibt:

Hej gals ’n guys!

We’re back with Wedding Soul, this time a little bit earlier in the month but with no less funkyness and joy we’re bringing you the best in Funk, Soul, Breakbeats and soulful music.

For this show we have a personally very special guest with us: Florian Keller from Party-Keller Munich is an important figure for us at Beatkollektiv. In 2011, a year where we organized smaller local partys in Wedding we tried to go one step further and asked Soultrades Christian Abel about having a night in his (sad but true in the meanwhile closed) Bohannon Soul Club in Mitte.

He gave Marian Tone & Soulix one hour right before Florian Keller’s gig to show their skills… Seems they liked it, one month later the two started with the monthly show „Beat On!“ with guests like WeFunk-Radio, Black Milk and local heroes like Madkab, Milton John, Cutrock & Keys Richards and supported concerts by Blitz The Ambassador, The New Mastersounds, Karl Hector & The Malcouns and many others…

Time passed by and as you know we do this little show called Wedding Soul now for the 53rd time this month. So we are very very pleased to finally have Florian Keller back in town as our own prime time guest in June ? !!

Check this out:

Florian Keller found his love for Funk 45’s in the mid 1980’s, is working
as a radio-editor and doing compilations. Als dj Florian Keller is touring
the relevant Funk-Clubnights since the mid 1990’s e.g. Mme Jojos, Deep Funk
or WahWah, in London, Ellbow Rooms in San Francisco, Griboedov in St. Petersburg, BGC in Beirut, Raw Fusion in Stockholm, Marula in Madrid & Barcelona or Funk Against Junk in Minsk, to name a few, the relevant locations in Dubai, Porto, Zagreb, Timoswara, Helsinki, Kiev,…

 

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Fahrradsternfahrt 2016

adfc-sternfahrt-2016

Am 5. Juni 1977 wurde die erste Fahrradsternfahrt in Berlin organisiert und am Sonntag, dem 05.06.2016 jährt sich dieses Großereignis, die ADFC-Fahrradsternfahrt 2016, zum 40. Mal in Berlin. Diese Tour ist für mich immer ein Highlight im Berliner Fahrradkalender, weil die Fahrradfahrer an diesem einen Tag die ganze City in Beschlag nehmen und sogar über die Autobahn Avus A115, bzw. Südring A100 fahren dürfen. Außerdem macht es unglaublich viel Spaß die ganzen Fahrräder anzuschauen, die dort mitfahren: Von teuren Rennrädern über Tandems, E-Bikes, Mountainbikes, Vintagerädern und Selbstgebautes, ist alles vertreten.

Wunderbar ist außerdem das Gefühl, dass man an diesem einen Tag sicher auf den Berliner Straßen fährt, weil keine Autofahrer oder Motorradfahrer unterwegs sind.  Durch die Masse von 150.000 Fahrradfahrern spürt man zudem, dass man politische Macht hat.

Sicher werden auch an diesem Tag die erforderlichen 20.000 Unterschriften für den Fahrrad-Volksentscheid zusammen kommen.

Fahrrad-Volksentscheid

ADFC-Berlin: Infos zur Fahrradsternfahrt 2016

Die Karte als PDF herunterladen

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Das OHM in der Köpenicker Straße neben/unter dem Tresor ist ein kleiner, aber feiner Club mit einem ausgezeichneten Musikprogramm. In den weiß gekachelten Club passen ungefähr zweihundert Leute rein, aber es gibt keine harte Tür, weil die Masse noch nicht auf diesen Laden aufmerksam geworden ist – zum Glück. Am Samstag ist DJ Sassy J aus der Schweiz zu Gast und ihr Mix verspricht eine bunte Mischung genau, wie ich sie liebe: Über Genregrenzen hinweg, immer deep, immer funky, immer etwas psychedelisch. Und der eingeladene DJ hat den ganzen Abend Zeit, sein Set auszubreiten. Cool!

For each night, one selected artist will be able to demonstrate their ability to purely express their influences, mood, thoughts and words into the intimate surrounds of the 200 capacity venue.

Cruising back for the second installment at OHM Berlin, Altered Soul Experiment invites Swiss selector and long time favorite Sassy J.

Gaining a wider audience since her inclusion to the Trilogy Tapes family back in 2014, the Bern resident and curator of Patchwork; whose guests have included the likes of Theo Parrish, Moodyman, Sadar Bahar & Floating Points will be stepping up and showcasing her influences deeply rooted in jazz and soul.

Roll in and enjoy a sample of her incredible record collection for this special night.

www.soundcloud.com/sassyj

+ ASE residents Amila & Sanctuary on warm up and closing vibes.

www.soundcloud.com/alteredsoulexperiment

www.soundcloud.com/sanctuary3

Samstag, 04.06.2016
OHM Berlin
Köpenicker Str. 7
10179 – Berlin
7€
23h30 – End

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Eli “Paperboy” Reed hat eine unglaubliche Stimme voller Soul, Leidenschaft und Tiefe. Man könnte sich ihn ohne Probleme in einer Gospelmesse vorstellen, wie er sich die Seele aus dem Leib schreit. Für alle Liebhaber guter Soulmusik ein gut gemeinter Konzerttipp.

„Es war ein wilder Ritt, soviel steht fest”, räumt Eli “Paperboy” Reed im Rückblick auf die unglaubliche Reise ein, die den jungenhaft aussehenden und doch ungewöhnlich reifen Soulsänger aus einem Bostoner Highschool-Proberaum in eine Kaschemme im Mississippi Delta und von Einsätzen Sonntags morgens hinter der Orgel einer winzigen Kirche in South Side Chicago zu Headliner-Auftritten mit seiner Band in die coolsten Clubs Brooklyns führte.

Nach seinen erfolgreichen Alben „Roll With You“, „Come and Get It“ und „Night Like This“ mit schweißtreibenden Funk- und Soulstücken, sind die Songs des neuen, in Deutschland noch nicht veröffentlichten, Albums „My Way Home“ beeinflusst von dem Sound, der den Grundstein für Soulmusik gelegt hat, vom Gospel. Wieder in Berührung gekommen war er mit dem Gospel über einen ehrenamtlichen Workshop namens „Gospel for Teens“, den er 2013 in Harlem abgehalten hatte. „Als ich die neuen Songs geschrieben habe, habe ich nicht geplant, eine Platte zu machen. Ich schrieb diese Stücke, weil ich Musik machen wollte, die ich mag und die mich bewegt“, sagt Eli „Paperboy“ Reed.

01.06. 2016 Eli Paperboy Reed

Exklusives Deutschland-Konzert
PRIVATCLUB Berlin
Skalitzer Straße 85-86, 10997 Berlin
Tickets: ab 24,90€

http://www.elipaperboyreed.com/
https://www.facebook.com/elipaperboyreed/

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Monophonics – Sound Of Sinning

Cover-Monophonics-Sound-Of-Sinning

Die Monophonics kommen aus San Francisco, dem Epi-Zentrum der psychedelischen Musik in den 60er und 70er Jahren. Das hört man. Und sie sind eine Funk-Combo – das hört man auf ihrem zweiten Album «Sound Of Sinning» immer noch, obwohl sie ihren Sound etwas geschliffen haben, zu etwas feinem, «Psychedelic Soul».

Wer die Monophonics einmal live erlebt hat, weiss, dass ihre musikalischen Qualitäten auf der Bühne noch deutlicher werden: «One of the best live soul bands I have ever seen» schwärmte Al Bell, Produzent, Songwriter und Mitbesitzer von Stax Records über die Monophonics.

Während in das letzte Album «In Your Brain» 2012 Inspirationen von Funkadelic, Sly and The Family Stone oder den von Norman Whitfield produzierten Alben einflossen, geht die Band auf dem neuen Album mit Einflüssen aus 60s Pop, Psychedelia, Northern Soul, Doo-Wop, Rock ,n‘ Roll, Psych-Pop und der Filmmusik einen gehörigen Schritt weiter in Richtung ihres ganz eigenen «Psychedelic Soul»-Sounds.

So erinnert der Sound und die Arrangements beim Song «Strange Love» an 60s Pop aus Kalifornien – oder wie die Band es selbst beschreibt an «Ennio Morricone trifft auf die Beach Boys» und das Stück «Promises» verbindet Psychedelic Soul mit Reggae und Kung Fu-Filmmusikelementen.

Eingespielt wurde das Album mit einem alten Tascam Achtspur-Aufnahmegerät in den bandeigenen Transistor Sound Studios im kalifornischen San Rafael; produziert haben die beiden Bandmitglieder Kelly Finnigan und Ian McDonald.

 

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Um die Veröffentlichung einer Live-Aufnahme des Residents-Gitarristen Snakefinger auf Vinyl in 300er Auflage zu finanzieren, wurde von den Machern aus dem Residents-Umfeld eine Crowdfunding Kampagne ins Leben gerufen, die schon sehr erfolgreich gelaufen ist: Snakefinger: Live In Melbourne 1981 – 3-sided limited edition, hand-numbered vinyl!

As a huge fan of The Residents, Snakefinger, and the entire Ralph Records family I spent many years collecting until all that was left was unreleased demos and live bootlegs. The first time I heard this Live In Melbourne show I was blown away. His first two studio albums are great but have a very Residents feel to them (all co-written and produced by them) whereas this live recording showed me a crazy, revved up, „post punk“ version I never knew about. I love both versions but this show is really something special and has been my go to Snakefinger recording for the last ten years or so. This recording has never been released except for some bootleg cassettes and downloads. I tried to find the best copies I could and finally sent two different sources to Carl Saff to restore and master it. This will be the first time the recording has been mastered and put on vinyl and Molly Harvey (singer / collaborator with The Residents through the 90’s and 2000’s) is working on a drawing of Snakefinger for the record jacket. Only 300 copies! Let’s make this happen!

Update:

The 4th side will be a silk screened design by Casey Howard who also designed the shirt. I got 4 different sources of the show including one from Renaldo (Renaldo & The Loaf) but ultimately the 1st one I had was the best. It has been patched back together and mastered for vinyl by Saff Mastering and is ready to go. I’m still waiting for some art work by Molly Harvey for the cover art. Once I get that I can put the gatefold jacket design together and send everything into the pressing place. Jello Biafra filled me in on some info about this live band. It turns out he introduced Snakefinger to ex-Dead Kennedys guitarist „6025“ aka Carlos and he is playing on this album. Now I see why this album is so much more punk than the studio albums. I doubt there will be any copies available after these preorders so if you know anyone that wants one you should let them know that time is running out. I’m still hoping for a June release date.

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DJ Koze – „NYC Dub“

Kozes Beitrag zu der 10-Jahres-Jubiläums Compilation von Jus Ed’s Label Underground Quality. Sehr sehr deep.

In order to celebrate arriving at their tenth year, Jus Ed’s Underground Quality label picks up on Unity Kolabo, a vinyl series that has laid dormant for a while, and there is a suitably high profile cast of contributing talent. The presence of DJ Koze and Lawrence is likely to stop many a deep house appreciator in their tracks, and contributions from this European pair are complemented by some under the radar talent.

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Sister Rosetta Tharpe „Didn’t it rain“

Sister Rosetta Tharpe (Bild: YouTube-Screenshot)

Sister Rosetta Tharpe (Bild: YouTube-Screenshot)

Draußen ist es ja wieder regnerisch, aber Kopf hoch, es wird besser. Etwas Trost gefällig: Rosetta Tharpe (1915-1973) mit „Didn’t It Rain“. aufgenommen in Manchester, England im Jahre 1964. Sie macht in ihrem weißen Mantel, ihrer Perücke und der elektrischen Gitarre eine sehr gute Figur, und das war nicht nur damals ungewöhnlich. Coole Frau!
http://www.encyclopediaofarkansas.net/encyclopedia/entry-detail.aspx?entryID=1781

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